CUBEMETRIK und die KUNST

 

08. Dezember 2010

Mein neuestes Werk habe ich „Traum und Wirklichkeit“ genannt. Zwei Worte die ein Bestandteil von „CUBEMETRIK“ sind. Dazu einige Worte und Erläuterungen die meinen Zugang zu „CUBEMETRIK“ noch besser darstellen können. Dieser Stil ergab sich aus meinem persönlichen Empfinden, lässt sich aber angesichts der allgemeinen Entwicklung auf die Situation der Gesellschaft allgemein projizieren.

 

Die innere Zerrissenheit, die die Basis für den Stil bzw. den Begriff „CUBEMETRIK“ bildeten, spiegelt sich jedoch in keiner Weise in den Bildern wider. Diese Zerrissenheit auch noch bildlich darzustellen, hätte wahrscheinlich zu einer Verstärkung meines mentalen Zustandes geführt. Diese Zerrissenheit muss daher durch eine gewisse Struktur mehr und mehr kanalisiert, in den Hintergrund gedrängt werden und einer neuen Symbolik Platz machen, einer Symbolik die nicht viele Interpretationsmöglichkeiten zulässt – CUBEMETRIK.

 

Die Kunst bzw. die Künstler haben auch eine gewisse Verantwortung, eine Verantwortung, die sich in den Werken widerspiegeln sollte und die dem Betrachter eine Situation vor Augen führt, die eben aufzeigt, dass alles eine Richtung hat und man nur die richtige Richtung einschlagen muss. Zeigte in der Vergangenheit die Kunst eher undefinierbare bzw. schwer „greifbare“ Werke, war dies in den letzten Jahren und Jahrzehnten durchaus in Ordnung. Die Welt hatte Werte, Begriffe wie Humanismus, Respekt, Miteinander etc. prägten unser Denken.

 

Dieses Denken wird jedoch in letzter Zeit von sogenannten „Werten“ abgelöst, die ein Miteinander immer schwieriger werden lassen. Ausgrenzen von Minderheiten, Ausländerfeindlichkeit, Komatrinken, Gier nach immer mehr Geld etc. drängten die wirklich wichtigen gesellschaftlichen Werte immer mehr in den Hintergrund. Es zählt nicht mehr das was jemand tut, sondern wie viel er hat.

 

Daher soll der Begriff „CUBEMETRIK“ dieser Entwicklung entgegenwirken und das Symbol wiederum für eine geordnete Welt und ein Miteinander stehen, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Dieser Begriff der bereits in der Mittelsteinzeit für eine geordnete Welt stand, hat heute eine noch tiefer greifende symbolische Bedeutung. Nimmt man nur den Begriff „CUBE“ (Würfel) so steht der Würfel für eine Konstruktion die nur gemeinsam funktionieren kann, es gibt keinen Würfel mit einer oder zwei Seiten, ein Würfel muss sechs Seiten haben. Genauso ist es derzeit mit unserer Welt. Auch unsere Welt funktioniert nur wenn alle Seiten zusammenspielen, unabhängig von Rasse, Religion, Alter, Beruf etc. Nur gemeinsam ist ein Würfel ein Würfel und nur gemeinsam können die gegenwärtigen Probleme der Welt gelöst werden bzw. kann es ein Miteinander ohne Ausgrenzungen, Hass etc. geben.

 

Und die Kunst hat die Aufgabe, den Menschen Hoffnung zu machen und Hinweise zu geben bzw. Wege aufzuzeigen dass es immer Hoffnung gibt. Der zweite Teil des Begriffes „METRIK“ wurde dem Wort Geometrie entnommen und ist auf der Homepage entsprechend interpretiert.

 

Speziell die Aussage Die vielen kleinen Symbole sollen die Vielzahl von Möglichkeiten aufzeigen, die sich dem einzelnen bieten sollen aber gleichzeitig anregen, den Blickwinkel vom „Großen zum Kleinen“ oder eben auch vom „Kleinen zum Großen“ zu richten. „CubeMetrik“ soll Hoffnung geben“.

 

Die strenge Linienführung lässt kein Abweichen von der aufgezeigten Richtung ab. Jede Abweichung von einem geplanten Weg führt ins Ungewisse bzw. führt zu einer Unsicherheit, die das Erreichen des geplanten Zieles teilweise in weite Ferne rückt bzw. vielleicht sogar unmöglich macht. In unserer egozentrischen Welt dürfen wir aber nicht von den Lösungsmöglichkeiten abschweifen sondern müssen einen gewählten Weg beibehalten, einen Weg der die Welt wieder lebenswerter für jeden einzelnen und für die Gemeinschaft macht.

 

In der Mittelsteinzeit wusste man schon, dass nur eine geordnete Welt funktionieren kann und dies wurde mit einem Symbol, dem „WÜRFEL“ ausgedrückt. Nehmen wir dieses Symbol und verbinden wir es mit zielgerichteten Linien und begeben uns in diese Richtung.

 

Und die Kunst muss das Ihre dazu beitragen. Undefinierbare Symbole verstärken beim Betrachter die Unsicherheit, Auch die Kunst muss sich ändern und sich Ihrer Aufgabe bewusst werden, Aufrütteln, zum Nachdenken zu bewegen.

 

Und genau hier setzt „CUBEMETRIK“ an, besinnen wir uns in unserer egoistischen Welt wiederum der Werte, die eine Welt lebenswert machen, denken wir zurück an die Mittelsteinzeit. Schon 10.000 v. Chr. Wussten die Menschen um die wirklichen Werte. Es wird doch möglich sein, dass wir nach 12.000 Jahren uns diese Werte wiederum in Erinnerung rufen.

 

„C U B E M E T R I K“